Mate-Tee, "dando vueltas" und "¡No te preocupes!"

Das Leben in Südamerika ist anders, es ist ... chillig! Bloß kein Stress und wenn man dann mal welchen hat ... erstmal Mate trinken, das Problem löst sich bestimmt von alleine.

In Esquina sind die Möglichkeiten sich zu beschäftigen sehr begrenzt. Man kann Sport machen, man kann an den Strand, man kann Samstags in die Disko "Bambuddha". Aber wenn man schon sein ganzes Leben in Esquina wohnt und schon hunderttausendmal da war isses nichts mehr, auf das man sich am WE freut. Das nächste Kino ist 2 Stunden mit dem Auto weg. Theater gibt es auch nicht. Meine Gastmama sagt, dass es nicht einfach ist, hier zu leben und dass man mucha vida interior braucht, um es hier auszuhalten.

Die Erwachsenen Leute vertreiben sich die Zeit mit Klatsch und Tratsch; setzen sich vor die Haustür und gucken was auf der Strasse passiert. Als ich an einem Morgen mit meinem Gastvater in Esquina war und wir mit dem Auto durch die Strassen gefahren sind haben wir alle Aufmerksamkeit auf uns gelenkt. Ein älterer Mann mit nem jungen Mädchen allein in einem Auto ist Grund genug, um neue Gerüchte in die Welt zu setzen. Esquina ist chismeo, ich weiss es nicht genau, aber ich glaube so sat man das hier.

Die jüngeren Leute, d.h. alle die 18 oder jünger sind, weil die älteren in den Städten wohnen und studieren, vertreiben sich die Zeit, indem sie mit dem Auto oder mit dem Moped die ganze Zeit langsam durch die Strassen fahren und mit geöffnetem Fenster laut Cumbia oder Regeton hören. Das heisst dann "dando vueltas", übersetzt ist das dann sowas wie Runden drehen.

Was bei all dem natürlich nicht fehlen darf, sowohl bei den Alten als auch bei den Jungen: Mate! Oder irgendwelche Abänderungen, wie z.B. der "terere", der auch aus dem yerba besteht, aber nicht mit heissem Wasser, sondern mit gekühltem Fruchtsaft aufgegossen wird. Dann kann man Mate natürlich auch noch, wie ganz gewöhnlichen Tee mit Zucker versüssen, damit der bittere Geschmack überdeckt wird. Isabel, meine Spanischlehrerin, trinkt ihren Mate ohne Zucker, weil Zucker dick macht. Wenn ihr sie auf einem Foto sehen würdet, könnt ihr euch vorstellen, warum sie das sagt. Nicht das sie übermäsig dick wäre, sie ist nur sehr auf ihr Äusseres bedacht, studiert die Vogue und zieht, obwohl es mit ihren 55 Jahren (jedenfalls behauptet sie das) nicht sehr ratsam wäre, noch hautenge Leggings an.

Die dritte Sache, die Ausdruck des lateinamerikanischen Lebensstils ist, ist der beliebte Satz "¡No te preocupes!" Sobald man Anzeichen von Stress macht: "¡No te preocupes!" Das ist auch der Grund dafür, dass Argentinier, die versuchen Englisch zu sprechen, nur all zu gern "Don´t worry" sagen. Mich verwirrt es immer ein wenig, weil es für uns Deutsche eigentlich was anderes bedeutet. Es bedeutet so viel wie: Beruhig dich, Reg dich nicht auf oder Mach dir keine Sorgen. In den Situationen, in denen die Argentinier es verwenden ist jede dieser drei Phrasen aber eigentlich nicht angebracht und übertrieben.

1 Kommentar 21.10.09 21:09, kommentieren

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Wieder einmal ein Zwischenbericht

Wieder ein kurzer Zwischenbericht von den letzten Wochen:

Mein Tagesplan hat sich in den letzten Wochen nicht geändert; morgens Unterricht, nachmittags Schule, abends Spanischunterricht bei Isabel oder Basketball.

In der Schule war ich in der letzten Zeit etwas häufiger, weil ich noch zwei Referate gehalten habe. Das letzte war über das Wahlsystem in Deutschland. Am Abend des zweiten Referates haben wir ein asado bei dem Economía-Lehrer gemacht. Er ist der beste Lehrer der Welt! Der einzige qualifizierte Lehrer den es auf der Schule gibt und sein Sohn ist soooo süß! Asado ist sowas wie Grillen: Es wird Fleisch auf den Grill gemacht, den es hier eigentlich in jedem Haushalt gibt, dazu gibt es chorizo (Wurst), sone eklige Wurst die nur aus Blut besteht, pan (Brot) und Salat, der aus Tomaten und normalem grünen Salat besteht. Aus dem Brot und chorizo kann man choripan machen ... so wie hotdog. Schmeckt geil und macht dick^^ Mein Rock von der Schuluniform ist schon am Reißverschluss kaputtgegangen, ich glaube dass war aber eher weil Jose sich den bis zur Brust hochgezogen hat und nicht weil ich zu dick bin^^ Naja, der asado war so wie bei uns die Kurstreffen; mein Kurs und der Parallelkurs wurden eingeladen und Mathilde war "Gast", weil sie eigentlich nicht zu einem der Kurse gehört. Die Jungs haben uns "truco" beigebracht, bzw. versucht beizubringen. Das ist ein Kartenspiel, dass die Jungs immer spielen. Neben Cola und Wasser gab es noch Cola mit Fernet gemischt zu trinken, das ist so DIE Mischung wenn man auf Partys geht. So wie bei uns Fanta-Korn. Allgemein wird unter den Jugendlichen aber nicht viel Alkohol getrunken, nicht so viel wie in Deutschland! Wenn ich die Bilder von Ruths, Svens und meiner Abschlussparty zeige, wundern sich die meisten, weil auf jedem Foto Alkohol zu sehen ist^^

Die Leute der Klasse sind alle nett. Ich glaube hier gibt es sowas wie Streit gar nicht^^ Die Jungs und Mädchen behandeln einander wie Brüder und Schwestern; Streicheleinheiten, in den Haaren rum gewurschtel, Kuscheln, etc. In der Klasse sind mit mir 18 Leute. Im Klassenraum sitzt die Klasse getrennt: Auf der einen Seite sitzen die Leute, die reden, auf der anderen Seite die leute, die nicht reden ... zum Glück sitze ich auf der Seite, die redet^^ Nichtsdestotrotz, mir wurden schon 100 Pesos in der Schule gestohlen. Es muss jemand aus der Klasse gewesen sein, weil meine Tasche den ganzen Tag nur im Klassenraum war. Für mich ist es keine große Sache, weil es nur 20 Euro sind und ich weiß jetzt, dass ich meine Wertsachen: Handy, Geld und elektronisches Wörterbuch immer mit rausnehmen muss in der Pause. Ich werd immer ausgelacht wenn ich mit den ganzen Sachen in der Hand ankomme^^ Ich muss aufpassen, dass ich nicht zunehme, im Schulkiosk gibt es nämlich nur süße Sachen, unter anderem auch alfajores!!! Ich liebe sie! Kleine runde Törtchen mit Schokoüberzug. Wenn ich in den Kiosk komme wissen schon immer alle bescheid; die Deutsche kauft wieder alfajores^^.

Wenn man hier auf dem Land wohnt kriegt man vom Geschehen in Esquina nicht all zu viel mit. Die Wochenenden versuche ich bei Mathilde in Esquina zu verbringen. Es gibt eine Busverbindung, die fährt aber nur dreimal zur mittagszeit und abends um 7 nochmal. Wenn man den Bus um die Mittagszeit nimmt dauert die Fahrt eine STunde, weil viele Arbeiter aus der Holzfabrik mit einsteigen und erstmal persönlich nach Hause gebracht werden. Wenn abends nicht so viele im Bus sitzen dann hör ich immer wie sie über mich reden: "Hey, das ist die Ausländerin" - "Jetzt echt?" - "Ja klar, das ist die"

Zum Schluss will Jose noch was loswerden:

dg

"En argerntina se puede divertirse todo lo que uno quiere  jajaj lo dise joosefina solanet la hermana de dörte de argentina jjjjjoooojjjeeee Man kann am besten in Argentina Spaß haben. y en alemania tambien creo jajaja

4 Kommentare 17.10.09 21:18, kommentieren

Was ich so mache ...

An Beschäftigung mangelt es mir hier auf gar keinen Fall! So wie es das Programm vorschreibt gebe ich den Kindern Englischunterricht. Vorwiegend gilt das nur für Ramon und Diego, weil Jose nicht viel Zeit hat. Den Unterricht gebe ich morgens. Offiziel von 9:30 bis 11:30 aber das ist unmöglich zu realisieren. In Argentinien lebt man nicht nach der Uhrzeit, sondern so wie man sich gerade fühlt, so wie man es gerade will. Es gibt z.B. Familien, die gar keinen Wecker besitzen, obwohl sie jeden Tag arbeiten.

Ca. um 12 Uhr gibt es Mittagessen. In der Regel sind Touristen im Haus, deswegen essen die Eltern mit den Touristen im großen Esszimmer und die Kinder und ich essen direkt in der Küche.

Um 2 fängt die Schule an. Ich gehe hier zur Schule, damit ich ein paar einheimische Leute kennenlernen kann. Ich gehe in die Abschlussklasse, die im Dezember fertig wird. In Argentinien geht man 12 Jahre zur Schule, deswegen sind mit Klassenkameraden 17 oder 18 Jahre alt. Der "Unterricht" ist ziemlich ineffektiv, die meiste Zeit wird erzählt oder rumgesessen. Immer wieder bin ich verwirrt und frage irgendjemanden aus der Klasse was wir gerade machen oder auf was wir warten, weil der/die Lehrer/in vorne sitzt und im Raum rumstarrt und die Schüler sich unterhalten. Das ist hier aber normal. Es gibt auch andauernd nen Grund Schule ausfallen zu lassen oder ne Fiesta zu feiern: Día del Estudiante, Día del Maestro. Día de Primavera, Día del profesor. Viele Lehrer bereiten keinen keinen Unterricht vor oder nutzen die Gelegenheit, dass ich da bin um ein bisschen "Kulturellen Austausch" im Unterricht zu machen. Ein einziger Lehrer ist fähig: Der Economía-Lehrer, Senor Angel. Ich bekomme immer wieder Aufgaben auf. Ich habe letzten Dienstag schon ein Referat über den guerra fría und die Teilung Deutschlands gehalten. Die nächste Aufgabe soll ich mit Mathilde, einer Deutschen Austauschschülerin zusammen machen: Vor vier Klassen etwas über die EU, das Schengener Abkommen und sonst noch was erzählen und due Direktorin will, dass ich ne Englischstunde für meinen Kurs vorbereite. Dann sollte ich was über mein Dorf erzählen und Fotos zeigen. An einem Tag habe ich Fotos, die ABIzeitung und das Abschiedsbuch mitgebracht, weil die Mädels meinen 22-jährigen Bruder sehen wollten und für die 2-3 Jungs in der Klasse war meine 18-jährige Schwester ganz interessant. Der erste Kommentar, als sie ein Bild von mir und Freya gesehen haben:"Iguales!" ^^

Nach der Schule (19 Uhr) gehe ich dann dienstags und donnerstags zu Mathilde und um 20 Uhr fängt dann Basketball an. Hier gibt es leider kein Fußball. Aber Basketball macht auch Spaß. Seit gestern habe ich auch Spanischunterricht! Mit Isabel, der Chefin, des Englischinstituts von Esquina. Der Englischunterricht ist hier in der Schule nämlich miserabel. Obwohl es von der ersten Klasse an unterrichtet wird können die meisten in der 12. keinen vernünftigen Satz sprechen. Dafür werden immer wieder die Uhrzeiten, die Farben, Tiernamen und sowas beigebracht. Naja, und die Chefin des Instituts gibt mir jetzt Spanischunterricht, weil der einzige Spanischkurs, den es hier gibt nur morgens ist. Sie ist total verrückt^^ "medialoca" sagt José immer^^ Meine Gastmama sagt auch immer sie kann es mit ihr nicht länger als 5 Minuten aushalten. Aber ich lerne Spanisch und ich komm ganz gut mit ihr klar. Als wir das erste mal miteinander gesprochen haben, hat sie mir gleich erstmal von ihren Söhnen erzählt, die in Buenos Aires studieren und dass sie ja ganz alleine mit ihrem Ehemann wohnt und ich könnte ja auch wenn ich will mal ne nacht bei ihr übernachten O_o Naja, jedenfalls habe ich den Unterricht jetzt immer Montags, Mittwochs und Freitags. Wie ich das zeitlich schaffe weiß ich noch nicht aber das wird schon. Ich komme nämlich abends immer erst um 9 oder 10 nach Hause. Eigentlich müsste ich ja dann auch immer noch den Unterricht vorbereiten. Das kommt dann immer zu kurz aber ich nehme mir dann am nächsten Morgen noch n paar Minütchen dafür oder ich improvisiere.

Neben Basketball geh ich am WE noch Kayakfahren. Am Fluss gibt es kleine schwarze Fliegen, die richtig nervig sind. Vom letzten WE habe ich ungefähr 40 Stiche oder Bisse mitgenommen. Das ist die Hölle! Ich war die ganze Woche immer nur am kratzen! Seit heute habe ich nen Stich am rechten Köchel. Keine Ahnung was das für ein Biest war, jedenfalls hat es zuerst total gebrannt. Den Tag über hat es weiter n bissl gebrannt und ist immer mehr angeschwollen. Jetzt ist mein Fuß so dick und hart, dass ich die Haut am Knöchel fast nicht mehr eindrücken kann. Meine Gastmama meinte, ich muss mir keine Sorgen machen, das geht in 2 Tagen weg. Ich hoffe es!

Neben Kayakfahren kann ich hier auch Wakeboarden! Ich habe es mir für morgen vorgenommen, hoffentlich klappt es!

Außerdem kann ich hier jederzeit reiten, wenn die Pferde gesattelt sind. D.h., wenn Touristen da sind und nen Ausritt maschen wollen. Dann werden noch Massagen für die Touristen angeboten. Es kommt dann eine Frau aus Esquina, die das macht. 15 Pesos für eine Stunde, umgerechnet 3 Euro!!! Wenn die Frau nächste Woche sowieso da ist, kann ich das auch in Anspruch nehmen.

1 Kommentar 4.10.09 03:52, kommentieren

Paso mucho en Corrientes

Es sind jetzt schon einige Wochen vergangen seitdem ich in Corrientes angekommen bin. Ich werde von den wichtigsten Dingen berichten, die passiert sind:

 Hier in Corrientes wohne ich auf der Estancia Don Joaquin, die 5 km von der "Stadt" Esquina entfernt ist. Ich schreibe "Stadt", weil Esquina offiziell 22.000 Einwohner hat, in Wirklichkeit sieht es aber viel kleiner aus und ähnelt auch eher einem Dorf. Es ist also eher ein großes Dorf. Zur Estancia: Es ist wunderschön hier. Die Familie (Solanet) empfängt hier eigentlich fast durchgehend Touristen vorwiegend aus Europa, die dann für ein paar Tage hier bleiben und das Gaucholeben kennenlernen. Die Häuser der Estancia sind hufeisenförmig angeordnet. Es gibt ein extra Haus, in dem die Familie und ich wohnen, ein etwas größeres Haus, in dem Zimmer für Touristen, ein Empfangszimmer mit Kamin "Living", Kueche und Wäschezimmer. Dann gibt es noch ein weiteres Haus für Touristen, ein Haus, in dem das Esszimmer ist, ein Häuschen, in dem Computer, Fernseher und nen Bett für die siesta steht. In einem letzten Häuschen werden alle möglichen Gartensachen und die Pferdeausrüstung gelagert. 

Zur Familie gehören Diego (Papa), Angie (Mama), Ramón (17), Diego (14) und Josefina ("José", 12). Außerdem gibt es noch das Küchenpersonal: Marí, Andrea und ab und zu kommt Julanda. Um den Garten kuemmert sich ein Mann (keine Ahnung wie der heißt). Und wenns viel zu tun gibt helfen die Gauchos aus, wo sie gebraucht werden. Hauptsächlich sind sie aber nur für die Pferde, die Kühe und die Landarbeit zuständig. Außerdem hat die Familie noch fünf Hunde; drei Erwachsene, zwei kleine Welpen.

Die Familie ist wie eigentlich alle Familien hier total nett und freundlich. 

4.10.09 02:59, kommentieren

DAS ist Buenos Aires! ...

... Jedenfalls so, wie ich es bis jetzt erlebt habe.

Wie ist Buenos Aires so? Also im Moment regnerisch, viele Leute, hektisch, Hochhäuser, viele verrückte Taxifahrer.

Ich bin froh, dass ich jetzt dunkle Haare habe. Als Blondi ist man hier stigmatisiert! 

Auf den Straßen gibt es hier viele arme Leute. Viele Kinder laufen hier rum und betteln nach Geld. In Recoleta hab ich nen kleines Mädchen gesehen, das mit nem Taschentuch die Autos ein bisschen geputzt hat, die an roten Ampeln stehen und hat dann Geld verlangt. Ich glaube, sie war gerae mal 5 Jahre alt. In den U-Bahnstationen stehen Leute, die einem allen möglichen Krimskrams verkaufen wollen. Im Restaurant werden einem Socken, Taschenlampen oder Sonstiges auf den Tisch gelegt, damit man sich die Sachen anguckt und evtl. kauft.

2 Kommentare 8.9.09 18:21, kommentieren

Resumée Teil 4

Am Montag hatte ich meinen ersten Einzelunterricht. Hat eigentlich Spaß gemacht. Mir wurde nur einmal wieder klar, dass es noch ein langer Weg zum guten Spanischsprechen ist. Abends waren wir in einer Sushibar und es war soooo göttlich lecker!

Heute (Dienstag) werde ich meine letzten Unterrichtsstunden haben. Zum Glück habe ich den Unterricht nachmittags, so kann ich morgens immer ausschlafen! Morgen geht es dann um 13:10 mit dem Bus weiter nach Corrientes, ich werde so um 21 uhr abends dort ankommen. It war am WE bei den Wasserfällen in Misiones und er meinte, dass es dort so um die 30 grad gerade sind. Da wo ich sein werde sind es dann so 25 - 30 schätze ich. Ist aber nicht schlimm, weil meine Wintersachen hier im regnerischen Buenos Aires sowieso gerade zur Neige gehen.

8.9.09 17:49, kommentieren

Resumée Teil 3

Seit Mittwoch hab ich dann immer irgendwelche Sachen mit meiner Zimmernachbarin Dorina, der Holländerin Kim (18), dem Japaner Ayumi (24), dem Türken It (25?, kp wie man seinen Namen schreibt), der Mexikanerin Monica (23) und dem Australier William (27) und noch so anderen, die hier bei COINED sind.

Am Freitag war ich mit den anderen abends bei nem Konzert im "Roxy". Das Konzert war io, die Disko danach aber nicht so der hammer. Man muss an dieser Stelle erwähnen, dass die Argentinier abends immer erst so um 22 Uhr essen gehen und dann ab 1 oder 2 erst immer die bolishes öffnen. Das heißt, obwohl es im Roxy nicht sooo toll war waren wir erst um 5 zu Hause.

Am Samstag war ich dann in Recoleta, einem Stadtviertel im Norden. Dort war ich im Malba, nem Museum für Lateinamerikanische Kunst des 20. Jahrhunderts. Samstagabends war dann das große Match!!!!! Argentinien gegen Brasilien. Hab mir am  extra nen Argentinientrikot gekauft, damit ich angemessen gekleidet bin. Wir hatten ne kleine Bar ganz für uns alleine. Leider hat Argentinien 3:1 verloren, aber das wurde ja auch nicht anders erwartet.

Am Sonntag war dann mein Geburtstag! Das mit dem Reinfeiern wurde dann irgendwie nichts. Genau um 12 waren wir auf irgendner Straße und haben nach ner Bushaltestelle gesucht. Bahdia (USA) war zu einem Geburtstag eingeladen und meinte, dass das DIE Party wird und wir sollen auch mitkommen. Nach einer Stunde Suche nach einem Bus haben wir (Dorina, Monica und ich) dann aufgegeben. Er (Bahdia) war total von sich überzeugt und hat aber nicht eingesehen, dass er absolut keinen Plan hat. Jede 5 Minuten kam ihm eine neue Idee, wo der Bus langfahren könnte. Die Busfahrpläne sind wohl nicht einfach zu verstehen, ich habe sie mir nie angeguckt. Sonntagnachmittag waren wir in San Telmo, weil da Sonntags immer ein Markt mit handwerklichen Sachen ist. Total viele Leute, und überall stehen Leute, die Musik machen, Tango tanzen (!) oder sonst was vorführen. Dort habe ich mir son Matetrinkgefäß gekauft. Ich weiß gerade nicht mehr, was der Name dafür ist. Mate ist sowas wie Tee, und schmeckt sehr bitter. Die meisten mögen es nicht, mich eingeschlossen, denn ich habe es gestern zum ersten Mal probiert. Die Leute, die hier leben trinken es den ganzen Tag. Abends habe ich dann für alle gekocht und ich habe am Tisch von jedem Geburtstagsglückwünsche auf seiner Sprache bekommen. Also auf British english, Japanisch, Spanisch, Holländisch, Türkisch, Deutsch und Französisch. Das Französische hat It übernommen, weil seine Mama Französin ist und er es deswegen relativ gut kann. Seine Aussprache ist allerdings ehrlich gesagt miserabel (hoffentlich liest er das hier nie!) "sentir" ist für ihn z.b. "sentisch" und so weiter. Nach dem Essen bin ich auf dem Sofa eingepennt^^ auch davon gibt es Fotos.^^

 

1 Kommentar 8.9.09 17:21, kommentieren